Die am 20. Oktober 2026 veröffentlichten ADP-Arbeitsmarktdaten zeigten, dass die Beschäftigung im US-Privatsektor in den vier Wochen bis zum 3. Oktober durchschnittlich um 18.500 Stellen pro Woche zunahm. Die vorläufige Schätzung von ADP Research und dem Stanford Digital Economy Lab folgt auf den gemeldeten Stellenzuwachs von 90.000 im September.
Wichtigste Erkenntnisse
- Private Arbeitgeber schufen in den vier Wochen bis zum 3. Oktober durchschnittlich 18.500 Stellen pro Woche.
- Dem monatlichen Zuwachs von 90.000 Stellen im September war ein nach oben revidierter Anstieg um 36.000 im August vorausgegangen.
- Der monatliche ADP-Beschäftigungsbericht für Oktober soll am 4. November 2026 veröffentlicht werden.
Inhaltsverzeichnis
- ADP-Arbeitsmarktdaten deuten auf anhaltende Neueinstellungen im Privatsektor hin
- Erholung im September fiel in den Branchen unterschiedlich aus
- Lohnzahlen ergänzen das Bild am Arbeitsmarkt
- Fazit
ADP-Arbeitsmarktdaten deuten auf anhaltende Neueinstellungen im Privatsektor hin
Die vorläufige Vierwochenschätzung zeigt, dass private Arbeitgeber auch Anfang Oktober weiterhin Stellen schufen. Sie misst die durchschnittliche wöchentliche Veränderung über einen rollierenden Zeitraum und nicht das Beschäftigungswachstum im gesamten Kalendermonat.
Diese Unterscheidung ist beim Vergleich mit dem Stellenzuwachs von 90.000 im September wichtig. Die beiden Werte beziehen sich auf unterschiedliche Zeiträume und basieren auf verschiedenen Berichtsintervallen. Die wöchentliche Schätzung allein lässt daher nicht erkennen, ob sich das monatliche Beschäftigungswachstum im Oktober beschleunigt oder verlangsamt hat.
| Bereich | Details |
|---|---|
| Verarbeitendes Gewerbe | Schuf im September 2026 17.000 Stellen |
| Baugewerbe | Schuf im September 2026 15.000 Stellen |
| Finanzaktivitäten | Verlor im September 2026 16.000 Stellen |
| Freiberufliche und unternehmensbezogene Dienstleistungen | Verloren im September 2026 11.000 Stellen |
Erholung im September fiel in den Branchen unterschiedlich aus
ADPs Beschäftigungsbericht für September verzeichnete 90.000 zusätzliche Stellen im Privatsektor, nach einem nach oben revidierten Zuwachs von 36.000 im August. Zunächst war für August ein Anstieg um 38.000 gemeldet worden.
ADP zufolge beschleunigte sich das Beschäftigungswachstum im September erstmals seit Mai. Im Bildungs- und Gesundheitswesen kamen 55.000 Stellen hinzu, im Freizeit- und Gastgewerbe 22.000. Im Gegensatz dazu gingen im Finanzbereich sowie bei den freiberuflichen und unternehmensbezogenen Dienstleistungen Stellen verloren.
Die Aufschlüsselung nach Branchen zeigt, warum die positive Gesamtzahl nicht als durchgängige Stärke bei allen Arbeitgebern zu verstehen ist. Dienstleistungsunternehmen schufen insgesamt 59.000 Stellen, während im produzierenden Gewerbe 31.000 Stellen hinzukamen.
Lohnzahlen ergänzen das Bild am Arbeitsmarkt
Die begleitenden Lohndaten für September zeigten ein jährliches Wachstum der Grundvergütung von 3,2% bei Beschäftigten im Privatsektor und ein Wachstum der Gesamtvergütung von 4,7%. Die Grundvergütung stieg bei Beschäftigten, die in ihrer Stelle blieben, um 3,0% und bei einem Stellenwechsel um 4,8%.
Diese Zahlen messen die Veränderung der Vergütung gegenüber dem Vorjahr und nicht die monatlichen Lohnsteigerungen. Neben den Beschäftigungsschätzungen bieten sie eine separate Perspektive auf die Vergütung der Arbeitnehmer.
ADP bezeichnet seinen Beschäftigungsbericht als unabhängigen Arbeitsmarktindikator, der auf anonymisierten wöchentlichen Gehaltsabrechnungsdaten von mehr als 26 Millionen Beschäftigten im US-Privatsektor beruht. Er erfasst die Beschäftigung im Privatsektor und nicht den gesamten Arbeitsmarkt.
Fazit
Die vorläufige wöchentliche Schätzung ergänzt das Bild eines positiven Beschäftigungswachstums im Privatsektor bis Anfang Oktober, belegt jedoch keinen Trend für den Gesamtmonat. Die nächste planmäßige Aktualisierung ist ADPs National Employment Report für Oktober, der am 4. November 2026 um 8:15 Uhr ET veröffentlicht werden soll.
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