Das BIM-Kostenmanagement stand im Mittelpunkt eines Treffens von Glodon mit dem vietnamesischen Bauministerium am 9. Oktober 2026 in Hanoi. Vertreter der Behörde und Führungskräfte des Unternehmens loteten digitale Instrumente für Kostenschätzungen im Bauwesen und die Kontrolle von Investitionskosten aus. Aus den Gesprächen gingen Vorschläge für Projektpilotierungen, fachliche Schulungen und Forschungsarbeiten hervor, jedoch keine abgeschlossene kommerzielle Vereinbarung.
Wichtige Erkenntnisse
- Vietnams Bauministerium möchte, dass BIM die Kostenkontrolle unterstützt und nicht nur der 3D-Visualisierung dient.
- Glodon schlug eine Zusammenarbeit bei Projektpilotierungen, fachlichen Schulungen und digitaler Forschung vor.
- Das Institut für Bauökonomie erhielt den Auftrag, einen Entwurf für eine Absichtserklärung zur Prüfung durch das Ministerium auszuarbeiten.
Inhaltsverzeichnis
- BIM-Kostenmanagement geht über die Visualisierung hinaus
- Drei vorgeschlagene Kooperationsbereiche
- Entwurf der Absichtserklärung muss noch geprüft werden
- Fazit
BIM-Kostenmanagement geht über die Visualisierung hinaus
Der stellvertretende Minister Bui Xuan Dung leitete die Sitzung am Hauptsitz des Ministeriums. Das Institut für Bauökonomie koordinierte das Treffen, an dem Ministeriumsabteilungen, Eisenbahnbehörden und große Projektmanagementgremien teilnahmen. Die Delegation von Glodon wurde von Vizepräsident Liu Qian und dem stellvertretenden Präsidenten Wataru Matsumoto angeführt.
Dung betonte, dass Building Information Modeling (BIM) praktischen Anforderungen des Kostenmanagements dienen und nicht bei der visuellen Darstellung stehen bleiben sollte. Er hob die präzise Mengenermittlung – also die Erfassung der für ein Projekt benötigten Materialien und Arbeiten – als Möglichkeit hervor, die Investitionskontrolle zu stärken und das Risiko von Kostenüberschreitungen und Verschwendung zu verringern.
Bei großen Infrastrukturprojekten ist dieser Unterschied wichtig: Werden Planungsinformationen mit ermittelten Mengen und Kostenschätzungen verknüpft, kann BIM Teil des Budgetmanagements werden, statt lediglich als Instrument zur Präsentation von Entwürfen zu dienen. Dies waren die beim Treffen erörterten Ziele und keine nachgewiesenen Ergebnisse eines vietnamesischen Pilotprojekts.
| Bereich | Details |
|---|---|
| Projektpilotierung | Digitale Kostenschätzungen bei einem realen Bauprojekt im Vergleich zu manuellen Methoden erproben. |
| Fachliche Schulungen | Ein standardisiertes BIM-Zentrum für die Schulung und Zertifizierung von Mengenermittlern und Projektmanagern entwickeln. |
| Gemeinsame Forschung | Digitale Technologien und KI-Anwendungen für die Mengenermittlung und Kostenschätzung untersuchen. |
Drei vorgeschlagene Kooperationsbereiche
Die vorgeschlagene Zusammenarbeit bei digitalen Pilotprojekten und Schulungen würde Glodons Technologie mit der Arbeit des Instituts für Bauökonomie im Bereich Baukostenmanagement verknüpfen. Glodon stellte außerdem vernetzte Datenlösungen sowie 5D-BIM- und KI-gestützte Instrumente vor, die die Mengenermittlung und Kostenschätzung verbessern sollen.
Die vorgeschlagene Zusammenarbeit umfasst Softwaretests bei einem realen Projekt, den Ausbau fachlicher Kompetenzen und die Untersuchung weiterer Anwendungen digitaler Technologien. Eine Erprobung an einem realen Projekt würde eine Grundlage dafür schaffen, Geschwindigkeit und Genauigkeit der Kostenschätzungen mit manuellen Methoden zu vergleichen.
Entwurf der Absichtserklärung muss noch geprüft werden
Dung unterstützte die Vorschläge grundsätzlich und wies das Institut für Bauökonomie an, gemeinsam mit den zuständigen Ministeriumsabteilungen einen Entwurf für eine Absichtserklärung zu prüfen und fertigzustellen, damit dieser formell behandelt werden kann.
Damit befindet sich die Zusammenarbeit noch in der Entwicklungsphase. Bei dem Treffen wurden mögliche Handlungsfelder festgelegt; es wurde jedoch weder nachgewiesen, dass ein Schulungszentrum eröffnet wurde, noch dass ein Pilotprojekt begonnen oder die vorgeschlagene Absichtserklärung formell unterzeichnet worden wäre.
Fazit
Als nächster Schritt ist vorgesehen, den Entwurf der Absichtserklärung fertigzustellen und vom Ministerium prüfen zu lassen. Eine spätere Vereinbarung oder Projektpilotierung würde den Übergang von den Gesprächen im Oktober zur Umsetzung markieren.
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