Miami verzeichnete im September 2026 unter den 50 bevölkerungsreichsten US-Metropolregionen den größten Überschuss an Verkäufern gegenüber Käufern. Redfin schätzte die Zahl der Verkäufer auf 18.909 und die der Käufer auf 7.304 – eine Differenz von 158,9 %. Damit lag Miami vor Nashville und Houston, während sich der US-Wohnungsmarkt weiter zugunsten der Käufer verschob.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Miamis Verkäuferüberschuss stieg von 134,5 % im August auf 158,9 % im September.
  • Landesweit gab es 62,6 % mehr Verkäufer als Käufer – die größte Differenz seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2013.
  • Die stärkere Verhandlungsposition beseitigte nicht die Erschwinglichkeitshürden, die viele potenzielle Käufer vom Markt fernhielten.

Inhaltsverzeichnis

Ungleichgewicht am Wohnungsmarkt in Miami verschärfte sich deutlich

Redfins Analyse von Käufern und Verkäufern für September 2026, veröffentlicht am 14. Oktober, zufolge stieg Miamis Verkäuferüberschuss gegenüber August um 24,4 Prozentpunkte. Das war die stärkste monatliche Zunahme unter den untersuchten Käufermärkten.

Die Zahlen sprechen für einen Vorteil der Käufer, nicht der Verkäufer: Wenn die Zahl der Angebote die der potenziellen Käufer deutlich übersteigt, haben Käufer mehr Alternativen und Verkäufer stehen in stärkerem Wettbewerb. Redfin definiert einen Käufermarkt als einen Markt, in dem es mehr als 10 % mehr Verkäufer als Käufer gibt.

Miami, Nashville und Houston verzeichneten den zweiten Monat in Folge die drei größten Verkäuferüberschüsse. Alle 13 Metropolregionen, in denen es mehr als doppelt so viele Verkäufer wie Käufer gab, lagen im Sun Belt; darunter waren vier in Florida und vier in Texas.

PositionDetails
NashvilleSeptember 2026: 152,3 % mehr Verkäufer als Käufer; 18.068 Verkäufer und 7.161 Käufer.
HoustonSeptember 2026: 134,6 % mehr Verkäufer als Käufer; 47.456 Verkäufer und 20.230 Käufer.
AustinSeptember 2026: 130,9 % mehr Verkäufer als Käufer; 18.087 Verkäufer und 7.834 Käufer.
TampaSeptember 2026: Verkäuferüberschuss von 103,7 %, gegenüber 82,2 % im August.

Weniger Käufer trieben die nationale Differenz nach oben

In den gesamten Vereinigten Staaten sank die geschätzte Käuferzahl von August bis September um 2,4 % auf 928.892. Dies war der fünfte monatliche Rückgang in Folge und der niedrigste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2013. Die Zahl der Verkäufer stieg um 1,2 % auf 1.510.784 und erreichte damit den höchsten Stand seit März 2020.

Diese gegenläufigen Entwicklungen ließen den nationalen Verkäuferüberschuss von 56,9 % auf 62,6 % steigen – ein vierter Rekord in Folge. Redfin führte den Bestandsaufbau teilweise darauf zurück, dass Wohnimmobilien unverkauft blieben, während weitere Angebote auf den Markt kamen.

Die Schätzungen sind saisonbereinigt und können revidiert werden. Die Zahl der Verkäufer wird anhand aktiver Angebote in Multiple-Listing-Diensten ermittelt; die Käuferschätzungen kombinieren Redfin-Daten zu Besichtigungsterminen mit aktiven Angeboten und ausstehenden Verkäufen. Es handelt sich nicht um die Zahl abgeschlossener Transaktionen.

Mehr Auswahl bedeutet nicht, dass Wohnraum erschwinglich ist

Redfin stufte 41 der 50 Metropolregionen als Käufermärkte, vier als ausgeglichen und fünf als Verkäufermärkte ein. Der intensive Wohnungsbau in Teilen des Sun Belt hat das Angebot ausgeweitet, während die Nachfrage nachließ. Gleichzeitig begrenzten die hohen Wohnkosten den Kreis potenzieller Käufer.

„Dies ist ein Käufermarkt, der aus Vorsicht und nicht aus Stärke entstanden ist“, sagte Asad Khan, Chefökonom bei Redfin. Dieser Unterschied ist wichtig: Kaufkräftige Menschen haben möglicherweise mehr Verhandlungsspielraum, doch ein Verkäuferüberschuss allein belegt weder, dass Wohnimmobilien erschwinglich sind, noch, dass die Preise gefallen sind.

In Märkten mit knappem Angebot waren die Bedingungen weiterhin anders. In Nassau County, New York, war der Vorteil der Verkäufer am größten: Dort gab es 28,6 % weniger Verkäufer als Käufer. Montgomery County in Pennsylvania, Newark, Milwaukee und San Francisco waren die übrigen Verkäufermärkte.

Fazit

Die Zahlen für September rückten Miami in den Mittelpunkt einer breiteren Verschiebung zugunsten der Verhandlungsmacht der Käufer. Bei den folgenden Monatsdaten ist insbesondere darauf zu achten, ob sich die Käuferzahlen im Verhältnis zu den aktiven Angeboten stabilisieren – und nicht nur darauf, ob mehr Wohnimmobilien auf den Markt kommen.

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