Die Storebrand-Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 zeigten eine gegenläufige Entwicklung: einer stärkeren operativen Leistung stand ein niedrigerer Gewinn je Aktie gegenüber. Die am 21. Oktober veröffentlichten Ergebnisse wiesen einen Anstieg des Konzerngewinns vor Amortisation und Steuern auf 1,52 Mrd. NOK gegenüber 1,19 Mrd. NOK im Vorjahreszeitraum aus, während der bereinigte Gewinn je Aktie von 3,08 NOK auf 2,54 NOK sank.

Wichtige Erkenntnisse

  • Der operative Gewinn stieg dank des Wachstums der verwalteten Vermögen um 7 % auf 1,16 Mrd. NOK.
  • Eine höhere effektive Steuerquote belastete den Gewinn nach Steuern trotz besserer operativer Ergebnisse.
  • Das Management bekräftigte sein Ziel, bis 2028 einen Konzerngewinn von 7 Mrd. NOK zu erzielen.

Inhaltsverzeichnis

Storebrand-Ergebnisse entwickeln sich vor und nach Steuern unterschiedlich

Der zentrale Unterschied im Quartal bestand zwischen dem vor Steuern erzielten Gewinn und dem danach verbleibenden Betrag. Der Konzerngewinn vor Amortisation und Steuern stieg, doch der Gewinn nach Steuern ging zurück, da die effektive Steuerquote auf 32 % zunahm.

Der bereinigte Gewinn je Aktie sank gegenüber dem Vorjahresquartal 2025 um 0,54 NOK. Dieser Rückgang sollte daher nicht als Hinweis darauf verstanden werden, dass auch der operative Gewinn nachgelassen hat: Diese Kennzahl stieg im Jahresvergleich um 7 %. Die Ergebnisse verdeutlichen, warum die verschiedenen Gewinnkennzahlen getrennt betrachtet werden sollten.

KennzahlDetails
Verwaltete Vermögen1,633 Billionen NOK gegenüber 1,561 Billionen NOK ein Jahr zuvor.
Schaden-Kosten-Quote im Versicherungsgeschäft87 % im dritten Quartal 2026.
Effektive Steuerquote32 % im dritten Quartal 2026.
SolvenzquoteStabil bei 200 %.

Versicherung und Vermögensverwaltung stützen das operative Geschäft

Der Gewinn im Versicherungsgeschäft stieg um 28 %, begleitet von einer verbesserten Schaden-Kosten-Quote von 87 %. Eine niedrigere Schaden-Kosten-Quote deutet im Allgemeinen auf eine höhere versicherungstechnische Rentabilität hin, da sie Schäden und Aufwendungen ins Verhältnis zu den Prämien setzt.

Auch die verwalteten Vermögen nahmen gegenüber dem Vorjahr zu und stützten damit das Wachstum des operativen Gewinns. Storebrands nordisches Finanzdienstleistungsgeschäft umfasst neben der Vermögensverwaltung Altersvorsorge, Sparprodukte, Versicherungen und Bankdienstleistungen für Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Damit stehen sowohl Kundenspargelder als auch die Geschäftsentwicklung im Versicherungsbereich im Zentrum der Geschäftstätigkeit.

Kapitalausstattung bleibt stabil, 2028-Ziel weiterhin gültig

Storebrands Solvenzquote blieb stabil bei 200 %. Das Management bekräftigte zudem das Ziel, bis 2028 einen Konzerngewinn von 7 Mrd. NOK zu erreichen; bei dieser Zahl handelt es sich um ein künftiges Ziel und nicht um ein im jüngsten Quartal erzieltes Ergebnis.

Die unveränderte Kapitalquote und das bekräftigte Gewinnziel bieten separate Maßstäbe zur Beurteilung der Fortschritte. Die stärkeren operativen Erträge stützen das Wachstum, während die Steuerbelastung des Quartals zeigt, dass höhere Gewinne vor Steuern nicht zwangsläufig zu einem höheren Gewinn je Aktie führen.

Fazit

Die nächsten Ergebnisse von Storebrand werden weitere Hinweise auf die Fortschritte bei der Erreichung des bekräftigten Gewinnziels für 2028 liefern, insbesondere darauf, ob sich das operative Wachstum in höheren Gewinnen nach Steuern niederschlägt.

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