Die Bankmargen gerieten bei großen indischen Privatbanken im Quartal bis September 2026 stärker unter Druck als bei mehreren staatlichen Banken. Bankmanager und ein Analyst führten einen Teil der Einengung auf erhebliche Einlagenzuflüsse im Rahmen des Foreign Currency Non-Resident Bank (FCNR(B))-Programms zurück, für die Finanzierungs- und Absicherungskosten anfielen, bevor die Mittel vollständig eingesetzt waren.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Die Kotak Mahindra Bank verzeichnete unter den verglichenen Kreditgebern den stärksten Margenrückgang: Im Jahresvergleich sank die Marge um 44 Basispunkte.
  • Private Kreditgeber nahmen im Verhältnis zu ihrer Einlagenbasis mehr FCNR(B)-Finanzierung auf, sagte ein Analyst von Systematix.
  • Manager erwarten, dass der Finanzierungsdruck nachlässt. Der Zeitpunkt bleibt jedoch eine Prognose und ist kein bereits erzieltes Ergebnis.

Bankmargen entwickeln sich bei privaten und staatlichen Banken unterschiedlich

Die Nettozinsmarge der Kotak Mahindra Bank sank auf 4,1 %, während auch die Axis Bank, die ICICI Bank und die HDFC Bank Rückgänge meldeten. Im Gegensatz dazu verzeichneten die Union Bank of India und die Central Bank of India eine Ausweitung, während die Bank of India einen geringeren Rückgang meldete.

Der Vergleich zeigt, dass ein stärkeres Kredit- und Einlagenwachstum private Kreditgeber nicht vor einem größeren Margendruck bewahrte. Durch die Aufnahme von Einlagen steigt die Finanzierungskapazität, doch der Ertragsvorteil hängt zum Teil davon ab, wie schnell diese Mittel in ertragsstärkere Vermögenswerte investiert werden können.

PostenAngaben
Kotak Mahindra BankNettozinsmarge im Septemberquartal: 4,1 %; im Jahresvergleich um 44 Basispunkte gesunken.
Axis BankNettozinsmarge im Septemberquartal: 3,36 %; im Jahresvergleich um 37 Basispunkte gesunken.
ICICI BankNettozinsmarge im Septemberquartal: 4,18 %; im Jahresvergleich um 12 Basispunkte gesunken.
HDFC BankNettozinsmarge im Septemberquartal: 3,16 %; im Jahresvergleich um 14 Basispunkte gesunken.
Union Bank of IndiaNettozinsmarge im Septemberquartal: 2,86 %; im Jahresvergleich um 19 Basispunkte gestiegen.
Central Bank of IndiaNettozinsmarge im Septemberquartal: 3,01 %; im Jahresvergleich um 12 Basispunkte gestiegen.
Bank of IndiaNettozinsmarge im Septemberquartal: 2,41 %; im Jahresvergleich um sechs Basispunkte gesunken.

Warum Fremdwährungsfinanzierungen kurzfristig Kosten verursachten

Die Erläuterung der ICICI Bank zu FCNR(B)-Festgeldern beschreibt ein Produkt für Kunden mit Wohnsitz außerhalb Indiens, bei dem Kapital und Zinsen in derselben Fremdwährung verbleiben. Diese Produktstruktur liefert Hintergrundinformationen zu den betreffenden Finanzierungen, ist aber kein Beleg für die vierteljährliche Margenentwicklung der Banken.

Siddharth Rajpurohit, leitender Analyst für Banken und Nicht-Kreditfinanzunternehmen bei der Systematix Group, sagte, öffentliche Banken hätten FCNR(B)-Einlagen in Höhe von rund 2–2,5 % ihrer Einlagenbasis mobilisiert. Für die ICICI Bank, die Kotak Mahindra Bank und die Axis Bank bezifferte er den Anteil auf etwa 7,5–10 %.

Rajpurohit führte den stärkeren Druck auf die Privatbanken auf einen größeren Mittelbestand zurück, der bis zu seiner Verwendung in ertragsschwächeren Vermögenswerten verblieb. Anshul Chandak, Leiter des Treasury-Bereichs der RBL Bank, sagte, der vorübergehende Druck spiegele die Kosten für die Aufnahme und Absicherung der Einlagen wider, bevor diese vollständig eingesetzt werden konnten.

Das Management erwartet eine Entlastung, sobald überschüssige Liquidität eingesetzt wird

Ashok Vaswani, Managing Director und Chief Executive der Kotak, sagte, die FCNR(B)-Zuflüsse hätten kurzfristig Druck auf die Margen ausgeübt, weil die Bank im Quartal überschüssige Liquidität gehalten habe. Die Mittel seien zur Ablösung teurerer Kreditaufnahmen und zur Unterstützung von Wachstumschancen verwendet worden, sagte er.

Vaswani erwartet, dass die Auswirkungen nachlassen, sobald die verbleibende Liquidität in ertragsstärkere Vermögenswerte fließt und repo-gebundene Kredite neu bepreist werden; die Margen dürften in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres weitgehend stabil bleiben.

Chandak erwartet ab dem Folgequartal eine Verbesserung. Rajpurohit äußerte sich zurückhaltender: Im Quartal bis Dezember 2026 könnte ein gewisser Druck anhalten, wobei sich die Margen bis zum vierten Geschäftsquartal weitgehend stabilisieren dürften. Dabei handelt es sich um Erwartungen, nicht um bereits eingetretene Verbesserungen.

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