Die Aktien von ASP Isotopes stiegen am 26. Oktober 2026 im vorbörslichen Handel um 7,2 %. Zugleich wurde bekannt, dass das Virginia-Gas-Projekt in Südafrika eine stabile Produktion von flüssigem Helium erreicht hatte. Dieser operative Meilenstein ergänzt die bereits laufende Produktion von Flüssigerdgas um einen zweiten Produktstrom. Eine stabile Produktion belegt für sich genommen jedoch nicht, dass die volle geplante Kapazität erreicht wurde.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Der Kursanstieg um 7,2 % erfolgte im vorbörslichen Handel und entspricht nicht dem Schlusskurs.
  • Die Produktion von flüssigem Helium baut auf dem LNG-Betrieb auf, der im September 2022 aufgenommen wurde.
  • Frühere Umsatzprognosen basierten auf Produktionszielen und angenommenen Verkaufspreisen.

Aktien von ASP Isotopes steigen, während das Projekt die Anlaufphase hinter sich lässt

Das Virginia-Gas-Projekt wird von Tetra4 entwickelt, einer Tochtergesellschaft von Renergen, das seinerseits eine Tochtergesellschaft von ASP Isotopes ist. Die Anlage ist Südafrikas erster integrierter Produzent von flüssigem Helium und LNG.

Die Inbetriebnahmeankündigung vom 20. August von ASP Isotopes beschrieb den Start der Heliumanlage nach einer technischen Optimierung. Damals rechnete das Management mit den ersten kommerziellen Heliumlieferungen im September und mit einer Hochlaufphase bis zur Nennkapazität in der zweiten Jahreshälfte 2026.

Die Entwicklung im Oktober betrifft die stabile Heliumproduktion und stellt einen Schritt über die frühere Inbetriebnahmephase hinaus dar. Sie belegt weder die tatsächliche Tagesproduktion noch die Liefermengen oder die aus Heliumverkäufen verbuchten Umsätze.

PunktDetails
Produktionsziel für LNG in Phase 1Rund 2.500 Gigajoule pro Tag, im August 2026 dargelegt.
Produktionsziel für Helium in Phase 1Rund 70.000 Kubikfuß pro Tag, im August 2026 dargelegt.
Potenzielle annualisierte UmsätzeMehr als 27 Millionen US-Dollar nach dem erwarteten Abschluss von Phase 1, vorbehaltlich der genannten Preis- und Produktionsannahmen.

Die Wirtschaftlichkeit von Phase 1 ist von den erzielten Umsätzen zu unterscheiden

Im August legte das Management die folgenden Produktionserwartungen und Umsatzpotenziale für Phase 1 dar. Dabei handelte es sich um Prognosen und nicht um ausgewiesene Betriebsergebnisse.

Die vertragliche Abdeckung vermittelt nur ein unvollständiges Bild

Die Schätzung der annualisierten Umsätze basierte auf LNG-Preisen von 15–18 US-Dollar je Gigajoule und einem durchschnittlichen Heliumpreis von 600 US-Dollar je tausend Kubikfuß. Eine stabile Produktion sollte daher nicht als Bestätigung dafür verstanden werden, dass das Projekt bereits mehr als 27 Millionen US-Dollar pro Jahr erwirtschaftet.

Zum 20. August deckten unterzeichnete Take-or-pay-Verträge rund 75 % der erwarteten LNG-Produktion von Phase 1 und 15 % der erwarteten Heliumproduktion ab. Diese Zahlen beschreiben den Stand zu diesem früheren Zeitpunkt und bestätigen nicht die vertragliche Abdeckung am 26. Oktober. Die geringere Abdeckung beim Helium bedeutete zudem, dass ein größerer Anteil dieses geplanten Produktstroms noch vertraglich gebunden werden musste.

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