Die Nivolumab-Preise in Indien sind mit der Verfügbarkeit eines günstigeren Biosimilars von mehr als 1 Lakh Rs pro Behandlungszyklus auf rund 30.000 Rs gesunken. Onkologen berichten von mehr Verschreibungen, doch ob Patienten Zugang zu dem günstigeren Medikament haben, könnte davon abhängen, wo Krankenhäuser es einkaufen und vorrätig halten.
Wichtigste Erkenntnisse
- Ein Onkologe aus Mumbai berichtete, Nivolumab in den vergangenen sechs Monaten mehr als 50 % häufiger verschrieben zu haben.
- Vier weitere Varianten dürften auf den Markt kommen, doch ist unklar, ob sie für Patienten verfügbar sein werden.
- Eine Begrenzung der Handelsmargen für 137 Krebsmedikamente soll am 8. November 2026 in Kraft treten.
Nivolumab-Preise und Zugang zur Behandlung
Nivolumab ist ein Immun-Checkpoint-Inhibitor, also ein Medikament, das dem Immunsystem hilft, Krebszellen zu erkennen und anzugreifen. Das günstigere Biosimilar bietet eine Alternative zu einer Behandlung, die für viele Patienten zu teuer gewesen war.
Dr. Imran Shaikh vom Kokilaben Dhirubhai Ambani Hospital in Mumbai sagte, die Zahl seiner Nivolumab-Verschreibungen sei in den vorangegangenen sechs Monaten um mehr als 50 % gestiegen. Er sagte, einige Patienten, die nicht sicher gewesen waren, ob sie sich einen Behandlungszyklus für mehr als 1 Lakh Rs leisten könnten, könnten den Preis von 30.000 Rs tragen.
Eine Studie des Tata Memorial Centre ergab, dass 2022 nur 2,8 % der für eine Immuntherapie infrage kommenden Patienten diese erhielten. Die Mitautorin der Studie, Dr. Jyoti Bajpai, sagte, die Zahl der Verschreibungen sei seither deutlich gestiegen, auch wenn das Ausmaß des Gesamtanstiegs nicht beziffert worden sei.
Warum die Preise in Krankenhäusern weiterhin Anlass zur Sorge geben
Mehr Wettbewerb könnte die Preise weiter senken. K M Gopakumar vom Third World Network warnte jedoch, dass Krankenhäuser, die Patienten zum Kauf in hauseigenen Apotheken verpflichten, teurere Medikamente bevorzugen könnten, wenn diese höhere Margen bieten.
Gopakumar sagte, der Preis könne mit dem Eintritt weiterer Varianten in den Markt von 30.000 Rs auf 10.000 Rs sinken, stellte jedoch infrage, ob Krankenhäuser Produkte mit niedrigeren Margen vorrätig halten würden. Bei dieser Zahl handelt es sich um eine Möglichkeit, nicht um einen bestätigten künftigen Preis.
Begrenzung der Handelsmargen und Forschung zur Dosierung
Die Begrenzung der Handelsmargen für 137 Krebsmedikamente durch die National Pharmaceutical Pricing Authority soll jährliche Einsparungen von 2.500 Crore Rs ermöglichen. Wie viel Patienten tatsächlich sparen, hängt davon ab, wie sich die Vorgaben auf die Einzelhandelspreise und die Einkaufspraktiken der Krankenhäuser auswirken.
Forscher in Indien haben auch kürzere Behandlungsverläufe und niedrigere Dosierungsschemata als mögliche Wege zur Kostensenkung untersucht. Bajpai sagte, die Kombination erschwinglicher Biosimilars mit durch klinische Evidenz gestützten Behandlungsstrategien könnte den Zugang verbessern.
Nächster Meilenstein
Der nächste bestätigte Meilenstein ist das Inkrafttreten der Begrenzung der Handelsmargen für Krebsmedikamente am 8. November 2026.
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