Der Gewinn von Mapfre Re stieg in den ersten neun Monaten 2026 um 11,8 % auf 286 Millionen Euro. Anlageerträge stützten das Ergebnis trotz einer geschätzten Belastung von 75 Millionen Euro durch das Erdbeben in Kolumbien und einer schwächeren Combined Ratio.
Die wichtigsten Punkte
- Die Prämien blieben mit 6,3 Milliarden Euro weitgehend stabil, während die Tarife in der Erst- und Rückversicherung sanken.
- Die Combined Ratio von Mapfre Re stieg um 1,5 Prozentpunkte auf 95,3 %.
- Die Muttergesellschaft Mapfre geht davon aus, dass die geplante Übernahme von Safety Insurance im ersten Quartal 2027 abgeschlossen wird, vorbehaltlich noch ausstehender Genehmigungen.
Gewinn und Anlageerträge von Mapfre Re
Mapfre zufolge trugen die Renditen des Anlageportfolios zu einem Anstieg des Finanzergebnisses der Nichtlebensversicherungssparte von Mapfre Re um 67,8 % bei. Zudem erzielte das Unternehmen erhebliche Gewinne, nachdem es angesichts der Unsicherheit das Risikoprofil seiner Portfolios angepasst hatte.
Die Combined Ratio der Sparte setzt Schäden und Aufwendungen ins Verhältnis zu den Prämien; ein Anstieg weist auf eine schwächere versicherungstechnische Leistung hin. Im Neunmonatsergebnis war die geschätzte zurechenbare Belastung durch das Erdbeben im August in Kolumbien enthalten.
Mapfre nannte außerdem die Stürme im Februar in Portugal und Spanien sowie ein Erdbeben im Juni in Venezuela als Schadenereignisse im Berichtszeitraum. Das Unternehmen erklärte, an einem vorsichtigen Ansatz bei den Rückstellungen festzuhalten.
Prämien und Geschäftsbereiche
Mapfre Re umfasst die Rückversicherungs- und Global-Risks-Geschäfte. Die Prämien beliefen sich auf rund 6,3 Milliarden Euro; Mapfre verwies auf sinkende Tarife in der Erst- und Rückversicherung.
Die Rückversicherungsprämien stiegen um 1 % auf 5 Milliarden Euro, während die Prämien von Global Risks um 5,3 % auf 1,3 Milliarden Euro zurückgingen. Die Rückversicherung trug mit einer Combined Ratio von 95,5 % 259 Millionen Euro zum Gewinn bei; Global Risks steuerte bei einer Quote von 92,9 % 27 Millionen Euro bei.
Konzernzahlen und Übernahme von Safety
In seiner Mitteilung zu den Neunmonatsergebnissenmeldete Mapfre einen Konzernüberschuss von 924 Millionen Euro, ein Plus von 11,5 %, sowie Prämien von 22,8 Milliarden Euro, ein Plus von 2 %. Iberia trug 413 Millionen Euro zum Gewinn bei, während Lateinamerika 303 Millionen Euro erwirtschaftete.
Mapfre zufolge wurde die kartellrechtliche Prüfung der geplanten Übernahme von Safety Insurance abgeschlossen. Eine Aktionärsversammlung von Safety war für den 3. November 2026 angesetzt; die aufsichtsrechtliche Genehmigung in Massachusetts stand noch aus.
Nächster Meilenstein
Der nächste geplante Meilenstein für die Safety-Transaktion ist die Aktionärsversammlung am 3. November.
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