Der Gewinn von BNP Paribas stieg im dritten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr um 14 % und übertraf damit die Analystenerwartungen, da sich der Aktienhandel belebte. Die französische Bank kündigte außerdem einen Aktienrückkauf im Umfang von 1,3 Milliarden Euro an, der im November beginnen soll.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Der Quartalsüberschuss erreichte 3,46 Milliarden Euro und lag damit über der durchschnittlichen Analystenprognose von 3,23 Milliarden Euro.
  • Die Erträge aus Aktien- und Prime-Services stiegen gegenüber dem Vorjahr um 50 %, während die Erträge aus dem Handel mit festverzinslichen Wertpapieren, Währungen und Rohstoffen unverändert blieben.
  • Die Bank meldete Ende September ein Engagement in französischen Staatsanleihen von rund 19 Milliarden Euro.

Gewinn und Handelsgeschäft von BNP Paribas

BNP Paribas meldete für das dritte Quartal einen Umsatz von 13,76 Milliarden Euro und lag damit leicht über den Markterwartungen. Die Ergebnisse wurden am 28. Oktober 2026 veröffentlicht.

Der Umsatz im Geschäftsbereich Corporate & Institutional Banking stieg gegenüber dem Vorjahr um 17 %. Die Erträge aus Aktien- und Prime-Services verzeichneten das zweite Quartal in Folge ein Rekordwachstum, während die Erträge aus dem Handel mit festverzinslichen Wertpapieren, Währungen und Rohstoffen unverändert blieben.

Die Erträge im Privatkundengeschäft stiegen, gestützt durch höhere Zinssätze, um 4 %.

Aktienrückkauf folgt auf Erreichen des Kapitalziels

Der geplante Aktienrückkauf im Umfang von 1,3 Milliarden Euro soll im November 2026 starten. BNP Paribas erklärte, die Zielvorgabe für die harte Kernkapitalquote (CET1) bereits Ende Juni und damit früher als geplant erreicht zu haben.

Die Erläuterung der Europäischen Zentralbank zur CET1-Quote beschreibt, wie die Kennzahl das hochwertigste Kapital einer Bank zu ihren risikogewichteten Aktiva ins Verhältnis setzt. Sie belegt weder die jüngste Quote von BNP Paribas noch den Fortschritt auf dem Weg zum Ziel.

Engagement in französischen Staatsanleihen

Das Engagement der Bank in französischen Staatsanleihen von rund 19 Milliarden Euro Ende September fiel in eine Zeit, in der Anleger wegen steigender Renditen von Staatsanleihen und der Haushaltslage Frankreichs besorgt waren. BNP Paribas erklärte, dass Frankreich 2025 weniger als 10 % seines Vorsteuergewinns ausmachte.

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