Javelin-Startgeräte stehen im Mittelpunkt eines Produktionsauftrags der US-Armee über 215 Millionen US-Dollar, der am 19. Oktober 2026 bekannt gegeben wurde. Der Auftrag ging an das Javelin Joint Venture, eine Partnerschaft zwischen Raytheon, einem Geschäftsbereich von RTX, und Lockheed Martin, für modernisierte Lightweight Command Launch Units.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Der Auftrag über 215 Millionen US-Dollar umfasst modernisierte Startgeräte und keine Javelin-Raketen.
- Das neue Startgerät ist 30 % kleiner und 25 % leichter als das derzeitige Block-I-Modell.
- Dem Auftrag gingen fünf Monate zuvor die ersten Lieferungen des Joint Ventures an die Armee voraus.
Inhaltsverzeichnis
- Javelin-Startgeräte gehen in die Folgeproduktion
- Kleineres Startgerät bietet zusätzliche Erkennungsfähigkeit
- Fazit
Javelin-Startgeräte gehen in die Folgeproduktion
In der Produktionsmitteilung vom 19. Oktober nennt RTX das Javelin Joint Venture als Empfänger des Auftrags der Armee. Der Vertrag ist somit ein Auftrag an die Partnerschaft und kein Auftrag über 215 Millionen US-Dollar allein an RTX.
Die Lightweight Command Launch Unit, kurz LWCLU, ersetzt die ältere Kommando- und Starteinheit des Systems. Der Auftrag folgt auf die Lieferung der ersten modernisierten Einheiten des Joint Ventures an die Armee fünf Monate zuvor und markiert einen weiteren Produktionsschritt, nicht die Erstlieferung des Startgeräts.
In der Mitteilung wird weder angegeben, wie viele Startgeräte der Vertrag umfasst, noch ein Lieferzeitplan genannt oder erläutert, wie der Vertragswert zwischen den Partnern aufgeteilt wird. Daraus lassen sich folglich weder der individuelle Umsatzbeitrag der beiden Unternehmen noch der Zeitpunkt der Umsatzrealisierung ableiten.
| Angabe | Details |
|---|---|
| Kompatibilität mit Varianten | Entwickelt für alle aktuellen, früheren und künftigen Javelin-Varianten. |
| Entwicklungs- und Produktionsstandort von Raytheon | Tucson, Arizona. |
| Entwicklungs- und Produktionsstandort von Lockheed Martin | Orlando, Florida. |
| Kumulierte Produktion des Joint Ventures | Bisher mehr als 55.000 Javelin-Raketen und mehr als 12.000 wiederverwendbare Kommando- und Starteinheiten. |
Kleineres Startgerät bietet zusätzliche Erkennungsfähigkeit
Raytheon zufolge ist das modernisierte Startgerät 30 % kleiner und 25 % leichter als die aktuelle Block-I-Kommando- und Starteinheit. Zugleich verdoppelt es die Zielerfassung und -identifizierung. Außerdem ermöglicht es den Einsatz bei Tag und Nacht.
Diese Änderungen verbinden eine geringere Traglast mit verbesserten Überwachungsfähigkeiten. Der Vergleich bezieht sich auf die Starteinheit, nicht auf Größe oder Gewicht der Javelin-Rakete selbst.
Jenna Hunt Frazier, Präsidentin des Joint Ventures und Programmdirektorin für Javelin bei Raytheon, erklärte, die Modernisierung des Werks und Verbesserungen an der Produktionslinie sollten die Lieferung des leichteren Startgeräts unterstützen.
Fazit
Der Auftrag setzt die Produktion des modernisierten Startgeräts nach den ersten Lieferungen an die Armee fort. Weitere Lieferungen im Rahmen des Vertrags sind der nächste operative Schritt, den es zu beobachten gilt, auch wenn die Mitteilung weder einen Zeitplan noch eine Stückzahl nennt.
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