Cleveland-Cliffs kehrte im dritten Quartal 2026 in die Gewinnzone zurück und erzielte einen Nettogewinn von 165 Millionen US-Dollar bei einem Umsatz von 5,6 Milliarden US-Dollar. Die am 19. Oktober veröffentlichten Ergebnisse für den am 30. September beendeten Zeitraum machten einen Verlust im zweiten Quartal wett. Höhere Verkaufspreise für Stahl, gestiegene Absatzmengen und niedrigere Stückkosten unterstützten die Erholung.
Wichtige Erkenntnisse
- Der verwässerte GAAP-Gewinn erreichte 0,26 US-Dollar je Aktie, verglichen mit einem Verlust von 0,25 US-Dollar im zweiten Quartal.
- Das bereinigte EBITDA von 612 Millionen US-Dollar übertraf die zuvor vom Management ausgegebene Prognose von 575 Millionen US-Dollar.
- Das Management erwartet für das vierte Quartal eine weitere Verbesserung, trotz saisonaler Belastungen und geplanter Wartungsstillstände.
Inhaltsverzeichnis
- Cleveland-Cliffs erholt sich dank verbesserter Stahlpreise
- Prognose für das vierte Quartal lässt weiteren Anstieg erwarten
- Stelco verlagert die Produktion weg von verzinktem Stahl
- Fazit
Cleveland-Cliffs erholt sich dank verbesserter Stahlpreise
Die Ergebnisveröffentlichung für das dritte Quartal des Unternehmens wies einen Umsatzanstieg auf 5,612 Milliarden US-Dollar aus, gegenüber 5,226 Milliarden US-Dollar im vorangegangenen Quartal. Der Nettogewinn von 165 Millionen US-Dollar stand einem Verlust von 134 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal und einem Verlust von 234 Millionen US-Dollar ein Jahr zuvor gegenüber.
Der den Aktionären von Cliffs zurechenbare Nettogewinn betrug nach Berücksichtigung der nicht beherrschenden Anteile 152 Millionen US-Dollar. Der ausgewiesene verwässerte Gewinn lag bei 0,26 US-Dollar je Aktie, der bereinigte Gewinn bei 0,28 US-Dollar je Aktie.
Das bereinigte EBITDA, eine Nicht-GAAP-Kennzahl, die sich vom Nettogewinn unterscheidet, stieg gegenüber den 286 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal um 326 Millionen US-Dollar. Verwaltungsratsvorsitzender und CEO Lourenco Goncalves bezeichnete es als das stärkste Quartal des Unternehmens seit drei Jahren.
Die Absatzmenge von Stahlprodukten stieg von 4,025 Millionen Nettotonnen im zweiten Quartal auf 4,150 Millionen Nettotonnen. Die durchschnittlichen Nettoverkaufspreise erhöhten sich von 1.124 US-Dollar auf 1.177 US-Dollar je Nettotonne. Die Kombination aus höheren Preisen, gestiegenen Absatzmengen und verbesserten Stückkosten trug dazu bei, die Bruttomarge im Stahlgeschäft von 113 Millionen US-Dollar auf 454 Millionen US-Dollar zu steigern.
| Position | Einzelheiten |
|---|---|
| Liquidität zum Quartalsende | 3,2 Milliarden US-Dollar zum 30. September 2026. |
| Automobilkunden | 1,5 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 28 % des Umsatzes aus dem Stahlgeschäft im dritten Quartal. |
| Händler und Verarbeiter | 1,8 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 34 % des Umsatzes aus dem Stahlgeschäft im dritten Quartal. |
| Produktmix Stahl | Warmgewalzte Produkte machten 46 % der Absatzmenge im dritten Quartal aus; beschichtete Produkte entfielen auf 31 %. |
Prognose für das vierte Quartal lässt weiteren Anstieg erwarten
Cleveland-Cliffs erwartet für das vierte Quartal ein bereinigtes EBITDA von rund 715 Millionen US-Dollar. Das Management erklärte, höhere Preise dürften die saisonalen Effekte, zusätzliche Wartungsstillstände, Inputkosten und Rückstellungen für erfolgsabhängige Vergütungen mehr als ausgleichen.
Für 2027 erwartet das Unternehmen ein bereinigtes EBITDA von mehr als 4 Milliarden US-Dollar, basierend auf Vertragsänderungen und den geltenden Preisprognosen. Dabei handelt es sich um einen bedingten Ausblick des Managements und nicht um ein ausgewiesenes Ergebnis.
Goncalves sagte außerdem, das Unternehmen erwarte im vierten Quartal einen erheblichen Schuldenabbau, unterstützt durch einen stärkeren freien Cashflow und Erlöse aus Immobilienverkäufen. Das Management hielt an seinem Ziel fest, die Nettoverschuldung bis Mitte 2027 auf unter das 2,5-Fache des EBITDA zu senken.
Stelco verlagert die Produktion weg von verzinktem Stahl
Goncalves sagte, Stelco habe seit der Übernahme durch Cleveland-Cliffs vor zwei Jahren sein stärkstes Quartal erzielt und sei angesichts der Verbesserung des kanadischen Warmwalzmarkts zu einem positiven Beitrag zum bereinigten EBITDA geworden.
Das Unternehmen beschloss jedoch, Stelcos Verzinkungslinien auf unbestimmte Zeit stillzulegen. Als Grund nannte es ein Überangebot auf dem kanadischen Markt für verzinkten Stahl. Das Management erwartet, die Gesamtproduktion von Stelco aufrechtzuerhalten, indem es sich auf warmgewalzte Produkte konzentriert.
Die unterschiedlichen Bedingungen bei diesen Produkten zeigen, dass die allgemeine Erholung der Erträge nicht bedeutet, dass sich alle Geschäftsbereiche verbessern. Goncalves sagte, die betroffenen Beschäftigten würden bei einer Verbesserung der Bedingungen zurückkehren, nannte jedoch keinen Termin für die Wiederaufnahme des Betriebs.
Fazit
Der nächste zu beobachtende Berichtszeitraum ist das vierte Quartal 2026, in dem Cleveland-Cliffs ein höheres bereinigtes EBITDA und einen erheblichen Schuldenabbau erwartet. Dabei handelt es sich weiterhin um Erwartungen des Managements; die Ergebnisse des dritten Quartals belegen die Rückkehr in die Gewinnzone, nicht den Abschluss dieses Erholungsplans.
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