Fireblocks hat Fireblocks Liquidity Market angekündigt, eine Plattformfunktion, mit der Unternehmen Stablecoin-Kurse mehrerer außerbörslicher Handelspartner vergleichen und Geschäfte an einem Ort ausführen können. In der Ankündigung vom 15. Oktober 2026 ist der Start des Dienstes für die Woche der Money20/20 vorgesehen. Als erste Liquiditätsanbieter wurden B2C2 und Zodia Markets genannt.

Wichtige Erkenntnisse

  • Unternehmen können Kurse vergleichen und Kreditlinien, Margin-Anforderungen sowie Kontostände bei angebundenen Handelspartnern überwachen.
  • B2C2 und Zodia Markets sind die ersten Anbieter; sechs weitere Handelspartner sind angekündigt.
  • Kunden behalten ihre bilateralen Kredit- und Abwicklungsvereinbarungen bei, statt gegen Fireblocks zu handeln.

Inhaltsverzeichnis

Wie Fireblocks Liquidity Market den Arbeitsablauf verändert

Das Produkt richtet sich gegen einen fragmentierten Prozess, bei dem Treasury-Teams Preise über separate Portale, Chatnachrichten und E-Mails anfragen. Fireblocks zufolge haben Unternehmen in den vorangegangenen zwölf Monaten über sein Netzwerk Stablecoins im Wert von fast 50 Milliarden US-Dollar an Zahlungsdienstleister, Fintechs und Banken transferiert. Diese Zahl beschreibt die bestehende Netzwerkaktivität, nicht das Handelsvolumen des neuen Dienstes oder ein Umsatzziel.

Der Multi-Dealer-Kursprozess von Fireblocks bündelt Kursanfragen, Vergleiche und Ausführungen in der Console oder über die API. Nutzer können verfügbare Kreditlinien, Margin-Anforderungen und Kontostände bei angebundenen Handelspartnern einsehen. Jede Ausführung ist dabei der zugrunde liegenden Kursanfrage und dem jeweiligen Anbieter zugeordnet.

Für Zahlungsdienstleister besteht die praktische Änderung darin, dass sie vor einer Währungsumrechnung weniger separate Systeme prüfen müssen. Die übrigen Schritte einer grenzüberschreitenden Zahlung entfallen dadurch nicht, darunter der Geldtransfer und die Organisation der lokalen Auszahlung an den Empfänger.

AngabeDetails
Angekündigter StartzeitraumWoche der Money20/20, laut Ankündigung vom 15. Oktober 2026.
Erste LiquiditätsanbieterB2C2 und Zodia Markets.
Weitere angekündigte AnbieterCumberland, FalconX, GSR, Hercle, Nonco und Wintermute.
DesignpartnerMoneyGram, OpenPayd, Reap, TapTapSend und Zepz.
AbwicklungsstrukturDirekt zwischen dem Kunden und seinem Liquiditätsanbieter.

Erste Anbieter und Designpartner haben unterschiedliche Aufgaben

In der Startankündigung werden B2C2 und Zodia Markets als erste Liquiditätsanbieter genannt. Cumberland, FalconX, GSR, Hercle, Nonco und Wintermute sollen folgen. Ihre geplante Teilnahme sollte zum Zeitpunkt der Ankündigung nicht als bestätigte Verfügbarkeit betrachtet werden.

MoneyGram, OpenPayd, Reap, TapTapSend und Zepz beteiligten sich als Designpartner und wirkten an der Gestaltung des Produkts mit. Diese Rolle ist von der Bereitstellung ausführbarer Kurse zu unterscheiden.

Fireblocks zufolge unterstützt der Dienst wichtige Stablecoins gegenüber dem US-Dollar, dem Euro, dem Pfund und anderen G10-Währungen. Die Verfügbarkeit der Anbieter variiert je nach Rechtsgebiet. Der Zugang zur Plattform bedeutet daher nicht, dass jeder Handelspartner und jedes Währungspaar allen Kunden zur Verfügung steht.

Die Abwicklung bleibt bilateral, während die Handelskontrollen zentralisiert werden

Fireblocks zufolge erhebt das Unternehmen keinen Spread, tritt nicht in den Geldfluss ein und verwahrt bei der Umrechnung keine Vermögenswerte. Kunden nutzen weiterhin ihre eigenen Kreditkonditionen und Abwicklungsvereinbarungen mit den jeweiligen Liquiditätsanbietern.

Die Plattform wendet zentrale Autorisierungskontrollen und Handelsberechtigungen auf die angebundenen Handelspartner an. Diese Kontrollen können eine einheitlichere interne Aufsicht ermöglichen, beseitigen jedoch weder das Gegenparteirisiko noch garantieren sie einen besseren Preis.

Die bereitgestellten Produktunterlagen enthalten keine vollständige Übersicht der verfügbaren Vermögenswerte und Währungen, keine Mindesthandelsgrößen, keine Angaben zur Gültigkeitsdauer von Kursen und keine Service-Level-Zusagen. Diese Bedingungen sowie die Liquiditätstiefe der Anbieter und die Verfügbarkeit der Abwicklung werden dafür ausschlaggebend sein, in welchem Umfang Zahlungsdienstleister den Dienst nutzen können.

Fazit

Der nächste Meilenstein ist der angekündigte Startzeitraum während der Money20/20, gefolgt von der Aufnahme weiterer Liquiditätsanbieter. Die praktische Reichweite des Produkts hängt davon ab, auf welche Anbieter und Währungspaare Kunden im Rahmen ihrer bestehenden Kredit- und Abwicklungsvereinbarungen tatsächlich zugreifen können.

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