Addnodes Ergebnis stieg im dritten Quartal 2026 deutlich: Das EBITA legte um 68 % auf 250 Mio. SEK zu, da Umsatzwachstum und Effizienzsteigerungen die Profitabilität stützten. Die am 23. Oktober veröffentlichten Ergebnisse profitierten außerdem von einer niedrigen Vergleichsbasis im Vorjahresquartal, weil Autodesk-Vertragsverlängerungen zwischen den Quartalen verschoben worden waren.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Der Nettoumsatz stieg um 10 % auf 1,438 Mrd. SEK, darunter ein organisches Wachstum von 3 %.
  • Die EBITA-Marge erreichte 17,4 %, doch der Zeitpunkt der Vertragsverlängerungen hatte das Ergebnis des Vorjahresquartals gedrückt.
  • Das Management schloss sein Effizienzprogramm ab und sicherte sich einen zehnjährigen Softwarevertrag mit Stockholm im Wert von rund 100 Mio. SEK.

Inhaltsverzeichnis

Addnodes Ergebnis verbessert sich gegenüber einer schwächeren Vergleichsbasis

Addnodes Zwischenbericht für das dritte Quartal 2026 weist einen Anstieg des EBITA von 149 Mio. SEK auf 250 Mio. SEK aus. Die Marge erhöhte sich von 11,4 % auf 17,4 %. Das Unternehmen bezeichnet diese Ergebniskennzahl als EBITA, nicht als EBITDA.

Der Vergleich ist mit Vorsicht zu betrachten. Vorgezogene Verlängerungen von Autodesk-Verträgen im zweiten Quartal 2025 verringerten den Nettoumsatz im dritten Quartal 2025 um rund 80 Mio. SEK und das EBITA um rund 70 Mio. SEK. Diese schwächere Basis verstärkte den ausgewiesenen Vorjahresanstieg im Jahr 2026.

CEO Johan Andersson führte die Ergebnisverbesserung auf organisches Wachstum, Übernahmen und höhere Effizienz zurück. Währungsbewegungen erhöhten im jüngsten Quartal den Umsatz um 17 Mio. SEK und das EBITA um 3 Mio. SEK.

Die Verbesserung schlug sich auch im Nettogewinn nieder, der von 54 Mio. SEK auf 109 Mio. SEK stieg. Der Nettogewinn der ersten neun Monate lag jedoch weiterhin unter dem Vorjahreswert: Er betrug 242 Mio. SEK gegenüber 247 Mio. SEK.

PositionDetails
BetriebsergebnisQ3 2026: 159 Mio. SEK; Q3 2025: 74 Mio. SEK.
BetriebsmargeQ3 2026: 11,1 %; Q3 2025: 5,6 %.
Gewinn je AktieQ3 2026: 0,80 SEK; Q3 2025: 0,40 SEK, jeweils vor und nach Verwässerung.
Nettoumsatz der ersten neun MonateJanuar–September 2026: 4,419 Mrd. SEK; Vorjahreszeitraum: 4,229 Mrd. SEK.

Kosteneinsparungen stützen die Margen trotz uneinheitlicher Nachfrage

Das Management erklärte, das im zweiten Quartal gestartete Effizienzprogramm sei abgeschlossen und werde die jährliche Kostenbasis um rund 100 Mio. SEK senken. Die Hälfte der Einsparungen soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 und der Rest in der ersten Jahreshälfte 2027 erzielt werden. Restrukturierungskosten wurden im zweiten statt im dritten Quartal verbucht.

Andersson sagte, Design Management habe sowohl von der operativen Entwicklung als auch von Kosteneinsparungen profitiert; Wachstum und starke Serververkäufe hätten das Quartal gestützt. Process Management erzielte eine Marge von 24 %, begünstigt durch Übernahmen, eine gute Auslastung und eine solide Umsetzung. Zugleich warnte er davor, eine fortgesetzte quartalsweise Margensteigerung um einen Prozentpunkt zu erwarten.

Die Nachfrage war nicht durchweg stark. Product Lifecycle Management verzeichnete einen organischen Umsatzrückgang von 3 %. Andersson beschrieb den deutschen Markt, insbesondere die Automobilbranche, als auf niedrigem Niveau stabil und nicht als weiter rückläufig.

Vertrag mit Stockholm sorgt für langfristige wiederkehrende Erlöse

Addnode unterzeichnete seinen bislang größten Vertrag für eigene Software: eine zehnjährige Vereinbarung mit der Stadt Stockholm im Wert von rund 100 Mio. SEK.

Andersson zufolge wird der Vertrag jährlich wiederkehrende Erlöse von etwa 10 Mio. SEK generieren; zu Beginn fällt zudem ein kleiner Anteil an Implementierungsdienstleistungen an. Er betonte, dass die Vereinbarung die starke Marge von Process Management im dritten Quartal nicht erkläre.

Wiederkehrende Erlöse machten 62 % des Konzernnettoumsatzes aus. Auch der operative Cashflow verbesserte sich und erreichte 9 Mio. SEK gegenüber einem Abfluss von 64 Mio. SEK im Vorjahresquartal. Das Management merkte an, dass das dritte Quartal normalerweise die schwächste Cashflow-Periode ist, da Wartungsverträge im vierten und ersten Quartal in Rechnung gestellt werden.

Der Zeitpunkt von Vertragsverlängerungen bleibt für den Ausblick wichtig

Das Management erwartet, dass der dreijährige Verlängerungszyklus von Autodesk den ausgewiesenen Nettoumsatz 2026 belasten wird. Für 2027 werden dagegen weitere dreijährige Vertragsverlängerungen erwartet, die das organische Wachstum stützen sollen. Dies ist eine auf dem bestehenden Vertragsbestand und historischen Verlängerungsmustern beruhende Erwartung, kein bereits erzieltes Umsatzergebnis.

Für das vierte Quartal 2026 erwartet Andersson, dass die organische Entwicklung von Design Management ungefähr dem starken Vorjahresquartal entsprechen wird. Der kurzfristige Ausblick verbindet somit weitere Vorteile aus dem Kostenprogramm mit einem voraussichtlich begrenzten organischen Wachstum in diesem Geschäftsbereich.

Fazit

Die nächste Bewährungsprobe für Addnodes Ergebnis ist die Entwicklung im vierten Quartal: Das Management erwartet, dass Design Management organisch weitgehend an die starke Vorjahresentwicklung anknüpft, während die Kosteneinsparungen weiter zum Tragen kommen. Der erwartete Anstieg der Autodesk-Verlängerungen bleibt eine Prognose für 2027.

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