Der Gewinn von Texas Instruments legte in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 zu; der operative Gewinn stieg auf 6,99 Milliarden US-Dollar gegenüber 4,55 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz erreichte 16,34 Milliarden US-Dollar nach 13,26 Milliarden US-Dollar. Dies geht aus der am 23. Oktober 2026 veröffentlichten Quartalsmitteilung hervor. Unabhängig davon steht der geplante Erwerb von Silicon Labs durch den Chiphersteller noch aus; der Abschluss der Transaktion wird für das erste Halbjahr 2027 erwartet. Es handelt sich also nicht um eine bereits vollzogene Expansion.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Der operative Gewinn der ersten neun Monate stieg um etwa 54 % und damit stärker als der Umsatz, der um rund 23 % zulegte.
  • Analoge Chips machen rund 79 % des Umsatzes aus, wodurch die Ergebnisse weiterhin eng an die Nachfrage nach diesem Produktportfolio gekoppelt sind.
  • Die geplante Übernahme von Silicon Labs würde das Angebot an eingebetteter drahtloser Konnektivität erweitern, sofern die Abschlussbedingungen erfüllt werden.

Inhaltsverzeichnis

Gewinn von Texas Instruments wächst schneller als der Umsatz

Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten 2025 um 3,08 Milliarden US-Dollar, während der operative Gewinn um 2,44 Milliarden US-Dollar zunahm. Dabei handelt es sich um kumulierte Neunmonatsergebnisse und nicht um Zahlen für das dritte Quartal allein.

Der stärkere Anstieg des operativen Gewinns bedeutet, dass Texas Instruments einen größeren Anteil des Umsatzes als operativen Gewinn einbehielt. Auf Basis der ausgewiesenen Zahlen stieg die operative Marge von 34,3 % im Vorjahreszeitraum auf rund 42,8 %. Diese Verbesserung beschreibt die operative Rentabilität, nicht den Nettogewinn oder den freien Cashflow.

PositionDetails
Barzahlung231 US-Dollar je Stammaktie von Silicon Labs bei Abschluss.
Erweiterung des ProduktportfoliosRund 1.200 Produkte für drahtlose Konnektivität.
Erwartete jährliche SynergienInnerhalb von drei Jahren nach Abschluss werden Fertigungs- und Betriebssynergien von rund 450 Millionen US-Dollar erwartet.
Geplante FinanzierungBarmittel und Fremdfinanzierung; die Vereinbarung enthält keinen Finanzierungsvorbehalt.

Analog bleibt der wichtigste Geschäftstreiber

Texas Instruments bietet mehr als 80.000 Halbleiterprodukte für Märkte wie Industrieausrüstung, Automobilindustrie, Unterhaltungselektronik, Rechenzentren und Kommunikation an. Das Analog-Segment liefert Chips für das Energiemanagement und die Signalkette und trägt rund 79 % zum Umsatz bei.

Diese Umsatzstruktur verschafft dem Unternehmen Zugang zu mehreren Endmärkten. Die breite Produktpalette beseitigt jedoch nicht die Abhängigkeit von der Nachfrage nach Analogchips. Eine Abschwächung in wichtigen Kundenbranchen könnte weiterhin einen beträchtlichen Teil des Umsatzes beeinträchtigen.

Das Unternehmen hat außerdem in 300-Millimeter-Waferfertigungsanlagen in Texas und Utah investiert. Die eigene Produktion ist ein zentraler Bestandteil der Fertigungsstrategie und der Pläne, Silicon-Labs-Produkte in das eigene Fertigungsnetzwerk aufzunehmen.

Silicon-Labs-Übernahme zielt auf drahtlose Konnektivität

Die am 4. Februar 2026 angekündigte Übernahmevereinbarung von Texas Instruments für Silicon Labs bewertet die Transaktion mit einem Unternehmenswert von rund 7,5 Milliarden US-Dollar. Durch den geplanten Zusammenschluss würde Texas Instruments sein Analog- und Embedded-Processing-Portfolio um Technologien für eingebettete drahtlose Konnektivität ergänzen.

Bei der Ankündigung erwartete Texas Instruments den Abschluss im ersten Halbjahr 2027, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen, der Zustimmung der Silicon-Labs-Aktionäre und weiterer üblicher Bedingungen. Die erwarteten Vorteile für die Fertigung und der erwartete Ergebnisbeitrag sind Einschätzungen des Managements und noch keine Ergebnisse, die sich bereits in der Neunmonatsentwicklung niederschlagen.

Texas Instruments erwartet, dass die Transaktion im ersten vollständigen Geschäftsjahr nach ihrem Abschluss den Gewinn je Aktie steigern wird, ohne transaktionsbezogene Kosten zu berücksichtigen. Zu den Fertigungsplänen gehört, die Produktion von Silicon Labs aus externen Auftragsfertigungsanlagen in die firmeneigenen Kapazitäten von Texas Instruments zu verlagern.

Fazit

Die Neunmonatsergebnisse zeigen, dass der operative Gewinn schneller als der Umsatz wächst. Der geplante Kauf von Silicon Labs stellt daneben eine separate Expansionsmöglichkeit dar. Als nächste Meilensteine der Transaktion sind die erforderlichen Genehmigungen und das angekündigte Abschlussfenster im ersten Halbjahr 2027 zu beobachten.

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