Versuche zur Koordinierung des Flugverkehrs in Amerika sparten 2026 mehr als 38,9 Millionen US-Dollar und rund 4.400 Flugstunden, teilte die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation mit. Regierungen und die Branche unterstützten einen schnelleren weltweiten Einsatz dieses Ansatzes.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Die von der ICAO unterstützten Versuche sparten außerdem rund 13.330 Tonnen Treibstoff.
  • Ein separates europäisches Programm verhinderte von Mai bis August 2026 rund 3,1 Millionen Minuten Verspätung.
  • Für 2027 sind regionale Workshops geplant, im Vorfeld internationaler Vorschriften, die im November 2030 in Kraft treten sollen.

Ergebnisse der Koordinierung des Flugverkehrs

Nach Angaben der ICAO verhinderten die Versuche in Amerika den Ausstoß von 42.160 Tonnen Kohlendioxid. Die Organisation bezeichnete die Verringerung als Beitrag zum Ziel der internationalen Luftfahrt, bis 2050 netto keine Kohlenstoffemissionen mehr zu verursachen.

In Europa vermied ein EUROCONTROL-Programm, das Wetter und Verkehrsaufkommen vorausberechnet, zwischen Mai und August 2026 geschätzte Kosten in Höhe von 448 Millionen US-Dollar. Nach Angaben der Organisation war das Netzwerk an den Tagen mit den größten Belastungen um 14 % stabiler.

So funktioniert das Verkehrsflussmanagement

Flughäfen, Fluggesellschaften, Fluglotsen und Wetterdienste tauschen Informationen aus, um den Verkehr zu steuern, bevor Engpässe entstehen. So können Flughäfen beispielsweise Abflüge koordinieren und verzögern, wenn ein Zielflughafen keine weiteren Flugzeuge aufnehmen kann, anstatt die Maschinen über dem Flughafen kreisen zu lassen.

Der ICAO-Generalsekretär Juan Carlos Salazar sagte, Brasilien und Kolumbien nutzten seit Jahren Systeme für das Verkehrsflussmanagement, jedoch weitgehend auf nationaler Ebene. Internationale Flüge durchqueren mehrere Regionen, weshalb die Koordinierung zwischen den Systemen wichtig ist.

Weltweiter Einsatz und bevorstehende Vorschriften

Nach fünftägigen, von der ICAO einberufenen Gesprächen in Montreal unterstützten Regierungen und die Branche einen schnelleren Einsatz. Die ICAO plant für 2027 regionale Workshops; neue internationale Vorschriften für das Verkehrsflussmanagement sollen im November 2030 in Kraft treten.

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