Die am 23. Oktober 2026 von Bristol Myers Squibb und SystImmune bekannt gegebenen Ergebnisse der Iza-bren-Studie zeigten, dass die in der Prüfung befindliche Brustkrebstherapie das Risiko eines Fortschreitens der Erkrankung oder des Todes gegenüber einer Chemotherapie um 59 % senkte. Die vorab festgelegte Zwischenanalyse der Phase-3-Studie PANKU-Breast01 ergab ein medianes progressionsfreies Überleben von 8,2 Monaten mit Izalontamab Brengitecan gegenüber 4,0 Monaten mit Chemotherapie.

Wichtigste Erkenntnisse

  • In die Phase-3-Studie wurden Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem HR-positivem/HER2-negativem Brustkrebs nach einer vorangegangenen Chemotherapie aufgenommen.
  • Die objektive Ansprechrate betrug 40,5 % mit Iza-bren gegenüber 20,2 % mit Chemotherapie.
  • Behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse führten bei 1,6 % der mit Iza-bren behandelten Personen zum Abbruch der Behandlung.

Inhaltsverzeichnis

Iza-bren-Studie verlängert die Zeit ohne Fortschreiten der Erkrankung

Die Bekanntgabe der Zwischenergebnisse der Studie PANKU-Breast01 von Bristol Myers Squibb beschreibt einen randomisierten Vergleich bei Patientinnen und Patienten mit nicht resezierbarem lokal fortgeschrittenem, rezidiviertem oder metastasiertem hormonrezeptorpositivem, HER2-negativem Brustkrebs. Die Teilnehmenden hatten auf mindestens eine vorherige Chemotherapielinie nicht angesprochen.

Das mediane progressionsfreie Überleben war mit Iza-bren um 4,2 Monate länger als mit Chemotherapie. Dieser Endpunkt misst die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung oder zum Tod und sollte nicht als nachgewiesene Verbesserung des Gesamtüberlebens interpretiert werden.

Die objektive Ansprechrate war etwa doppelt so hoch wie unter Chemotherapie und liefert neben dem Ergebnis zum progressionsfreien Überleben einen separaten Maßstab für die Antitumoraktivität.

MerkmalDetails
Studiengruppen190 Patientinnen und Patienten erhielten Iza-bren; 193 erhielten Chemotherapie.
Nachbeobachtung des medianen PFS15,2 Monate.
Bewertung des primären EndpunktsDas progressionsfreie Überleben wurde durch eine verblindete unabhängige zentrale Prüfung bewertet.
Angegebene Hazard Ratio0,41, mit einem 95%-Konfidenzintervall von 0,33–0,53.

Sicherheitsbefunde umfassen hämatologische unerwünschte Ereignisse

Die Unternehmen bezeichneten das Sicherheitsprofil als handhabbar und erklärten, dass keine neuen Sicherheitssignale festgestellt worden seien. Behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse vom Grad 3 oder höher waren überwiegend hämatologischer Art, das heißt, sie betrafen das Blut oder das blutbildende System.

Eine durch ein Bewertungsgremium bestätigte interstitielle Lungenerkrankung trat bei zwei mit Iza-bren behandelten Personen auf, entsprechend 1,1 %; die Fälle wurden als Grad 1 oder 2 eingestuft. Die niedrige Rate an Behandlungsabbrüchen bedeutet nicht, dass das Arzneimittel frei von erheblichen Nebenwirkungen war.

Partnerschaft von Bristol Myers treibt Entwicklung einer Prüftherapie voran

Iza-bren ist ein bispezifisches Antikörper-Wirkstoff-Konjugat, das auf EGFR und HER3 abzielt und eine krebsabtötende Wirkstoffkomponente transportieren soll. Das Arzneimittel befindet sich weiterhin in der Prüfung; die positiven Zwischenergebnisse stellen keine behördliche Zulassung dar.

Sichuan Biokin Pharmaceutical, die Muttergesellschaft von SystImmune, ist Sponsor der Studie PANKU-Breast01 in Festlandchina. Außerhalb Chinas entwickeln SystImmune und Bristol Myers Squibb Iza-bren gemeinsam im Rahmen einer Kooperations- und Exklusivlizenzvereinbarung.

Für Bristol Myers Squibb stellen die Ergebnisse einen Meilenstein in der klinischen Entwicklung dar und keinen ausgewiesenen Umsatzbeitrag. Die Mitteilung legte weder einen Zeitplan für eine Zulassung fest noch bezifferte sie mögliche Umsätze.

Fazit

Die Iza-bren-Studie zeigte in dieser zuvor behandelten Brustkrebspopulation ein längeres progressionsfreies Überleben als eine Chemotherapie. Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe war die nächste bestätigte Veröffentlichung eine Präsentation am 23. Oktober auf dem ESMO 2026; zugleich war eine Veröffentlichung in The Lancet geplant.

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