Die Ergebnisse von Sedana Medical für das dritte Quartal 2026 zeigten einen Rekordumsatz für diesen Zeitraum, aber auch einen höheren EBITDA-Verlust, während das Unternehmen für inhalative Sedierung seine Vorbereitungen auf einen möglichen Markteintritt in den USA fortsetzte. Die am 22. Oktober veröffentlichten Ergebnisse bezifferten den Nettoumsatz auf 44,2 Mio. SEK, ein Plus von 7 % zu konstanten Wechselkursen. Der EBITDA-Verlust der Gruppe erhöhte sich von 5,6 Mio. SEK im Vorjahresquartal auf 7 Mio. SEK.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Der Umsatzrückgang in Deutschland schwächte sich deutlich ab, während andere Direktmärkte und Vertriebspartner weiter wuchsen.
  • Die Quartalsprofitabilität verschlechterte sich, obwohl das Geschäft außerhalb der USA im bisherigen Jahresverlauf weiterhin ein positives EBITDA erzielte.
  • Für die FDA-Prüfung gilt der 16. April 2027 als angestrebter Entscheidungstermin; eine Zulassung in den USA bleibt ungewiss.

Inhaltsverzeichnis

Die Ergebnisse von Sedana Medical zeigen einen geringeren Rückgang in Deutschland

In Deutschland, dem größten Markt von Sedana Medical, ging der Umsatz im dritten Quartal in lokaler Währung um 2 % zurück, verglichen mit einem Rückgang von 18 % im ersten Halbjahr. Seit Jahresbeginn lag der Umsatz weiterhin 14 % im Minus; die Verbesserung im Quartal bedeutete daher noch keine Rückkehr zum Wachstum.

CEO Johannes Doll führte die Verbesserung auf nachlassenden Gegenwind am Markt und ein internes Programm zur Beschleunigung des Vertriebs unter neuer Führung zurück. Er sagte, dass priorisierte Kunden mit hohem Potenzial bereits schneller wüchsen als das Geschäft im Bundesgebiet insgesamt.

Die übrigen Direktmärkte legten zu konstanten Wechselkursen um 11 % zu, nach einem Wachstum von 41 % im zweiten Quartal. Doll verwies auf eine geringere Aktivität in Spanien im Sommer, darunter eine reduzierte Kapazität auf Intensivstationen. Der Umsatz über Vertriebspartner stieg um 27 %, während die Auftragsfertigung um 47 % zunahm, begünstigt durch eine Lieferung, die sich von Juni auf Juli verschoben hatte.

PositionDetails
EBITDA der Gruppe seit JahresbeginnVerlust von 7 Mio. SEK gegenüber einem Verlust von 10 Mio. SEK im Vorjahreszeitraum.
Operativer Cashflow, Q3Minus 3 Mio. SEK.
Cashflow aus Investitionstätigkeit, Q3Minus 9 Mio. SEK.
Mitarbeitende ohne malaysische Tochtergesellschaft81 zum Quartalsende gegenüber 83 im Vorjahreszeitraum.

Höhere Umsätze führten nicht zu einer stärkeren Quartalsprofitabilität

Der Bruttogewinn stieg von 29,5 Mio. SEK auf 30,8 Mio. SEK, doch die ausgewiesene Bruttomarge sank von 72 % auf 70 %. Das Management erklärte, dass die Marge nach Herausrechnung des Effekts aus dem Auftragsfertigungsmix und einer einmaligen Umgliederung im Vorjahreszeitraum im Wesentlichen stabil bei etwas über 70 % geblieben sei.

Die betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von 40 Mio. SEK auf 45 Mio. SEK. Das Management beschrieb die zugrunde liegenden Aufwendungen nach Bereinigung um Wechselkurseffekte, höhere Abschreibungen und einmalige Posten als weitgehend unverändert.

Das Geschäft außerhalb der USA verzeichnete im Quartal einen EBITDA-Verlust von 3,2 Mio. SEK, gegenüber einem Verlust von 1,7 Mio. SEK im Vorjahresquartal. Seit Jahresbeginn blieb es dennoch mit rund 3 Mio. SEK EBITDA positiv. Auch das EBITDA der Gruppe verbesserte sich seit Jahresbeginn, womit sich das schwächere Quartalsergebnis vom übergeordneten Neunmonatstrend abhebt.

Geringerer Mittelabfluss unterstützt die Vorbereitungen auf die US-Prüfung

Der gesamte Mittelabfluss verringerte sich von 30 Mio. SEK im zweiten Quartal und 17 Mio. SEK im Vorjahresquartal auf 14 Mio. SEK. Sedana Medical beendete das Quartal mit Barmitteln in Höhe von 40 Mio. SEK und einer ungenutzten Kreditfazilität über 50 Mio. SEK.

Der operative Cashflow profitierte von einem Beitrag des Working Capitals in Höhe von 4,1 Mio. SEK. Dieser Beitrag ist bei der Beurteilung des geringeren Mittelverbrauchs zu berücksichtigen: Die Verbesserung spiegelte nicht ausschließlich die operative Profitabilität wider.

Der FDA-Zeitplan steckt den Rahmen für einen möglichen US-Markteintritt ab

Der Zeitplan für die FDA-Prüfung des Unternehmens sieht den 16. April 2027 als angestrebten Entscheidungstermin für den Antrag vor, der Isofluran betrifft, das über das Sedana Medical ACD Delivery System zur Sedierung erwachsener, mechanisch beatmeter Intensivpatienten verabreicht wird. Die FDA hatte am 19. August 2026 bekannt gegeben, dass sie den Antrag angenommen hat; die Annahme zur Prüfung ist keine Zulassung.

Doll schätzte das Marktpotenzial in den USA auf mindestens 1 Mrd. US-Dollar und damit auf etwa das Dreifache des Potenzials der bestehenden Direktmärkte des Unternehmens. Dabei handelt es sich um eine Marktschätzung des Managements, nicht um eine Umsatzprognose. Sedana Medical plant, bei Erteilung der Zulassung über eine eigene US-Vertriebsgesellschaft auf den Markt zu gehen, und behält sich gleichzeitig ergänzende Partnerschaften vor.

Ein von der FDA genehmigtes Programm für den frühen Zugang ist bereits an drei Krankenhäusern in Betrieb. Nach Angaben des Managements bereiteten drei weitere Standorte den Start im vierten Quartal vor. Damit gibt es einen näher liegenden operativen Meilenstein, während der Antrag weiter geprüft wird.

Fazit

Der Rekordumsatz von Sedana Medical im dritten Quartal hat bislang noch nicht zu einer beständigen EBITDA-Profitabilität auf Quartalsbasis geführt. Der nächste operative Schritt ist der geplante Ausbau der US-Standorte für den frühen Zugang. Der 16. April 2027 bleibt der angestrebte Entscheidungstermin der FDA und ist kein garantierter Zulassungs- oder Markteinführungstermin.

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