Torrent Power verteidigte am 25. Oktober 2026 sein geplantes Pumpspeicherprojekt Karjat mit einer Leistung von 3.000 Megawatt im indischen Bundesstaat Maharashtra. Das Unternehmen erklärte, alle Projektbestandteile lägen außerhalb des Bhimashankar-Wildschutzgebiets und seiner ökologisch sensiblen Zone. Es wies Behauptungen zurück, innerhalb des Schutzgebiets würden Bäume gefällt, und erklärte, das Projekt habe die gesetzlich vorgeschriebenen Umwelt- und Waldgenehmigungen erhalten.

Die wichtigsten Punkte

  • Torrent zufolge liegt das geplante Projekt etwa 16 Kilometer vom Bhimashankar-Wildschutzgebiet entfernt.
  • Die Speicheranlage soll Maharashtra mit Strom versorgen und dazu beitragen, den Strombedarf zu decken, wenn die Solarstromerzeugung zurückgeht.
  • Für das Projekt werden rund 233 Hektar Waldfläche benötigt. Das Unternehmen hat Maßnahmen zum Naturschutz und zum Ausgleich durch Anpflanzungen dargelegt.

Inhaltsverzeichnis

Standort und Genehmigungen des Karjat-Pumpspeicherprojekts

Torrent erklärte, kein Bestandteil des Projekts befinde sich innerhalb der Grenzen des Schutzgebiets oder seiner ökologisch sensiblen Zone. Arbeiten in der Nähe des Bhimashankar-Jyotirlinga-Tempels seien nicht vorgesehen. Das Unternehmen bezeichnete die Vorwürfe, innerhalb des Schutzgebiets würden Bäume gefällt, als auf falschen Informationen beruhend.

Das Unternehmen erklärte, das Projekt habe nach einem rund 18-monatigen gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren eine Umweltgenehmigung, eine Waldgenehmigung und eine Anordnung zur Umwidmung von Waldflächen erhalten. Zu diesem Verfahren gehörten detaillierte Studien, eine öffentliche Anhörung, die Prüfung durch den Expert Appraisal Committee und den Forest Advisory Committee sowie mehrere Ortsbesichtigungen.

Die Angaben zum Standort und zu den Genehmigungen geben die Reaktion von Torrent auf Umweltbedenken wieder. Die Lage außerhalb eines Schutzgebiets ändert nichts an der gesonderten Frage, wie viel Waldfläche das Projekt beansprucht – ein Umstand, den das Unternehmen bei der Darlegung seiner Ausgleichsmaßnahmen einräumte.

PositionDetails
Prognostizierte BetriebsdauerLaut Torrent bis zu 80 Jahre
Prognostizierte jährliche StromlieferungEtwa 6.570 Millionen Kilowattstunden
Geschätzte jährliche Einsparung beim Kohleverbrauch4,33 Millionen Tonnen im Vergleich zur kohlebasierten Stromerzeugung
Geschätzte jährliche Vermeidung von KohlendioxidemissionenEtwa 5,85 Millionen Tonnen im Vergleich zur kohlebasierten Stromerzeugung

Wie gespeicherter Strom Maharashtra unterstützen soll

Die Erläuterung des US-Energieministeriums zu Pumpspeichern beschreibt Anlagen, in denen Strom genutzt wird, um Wasser aus einem tiefer gelegenen in ein höher gelegenes Reservoir zu pumpen. Bei steigender Nachfrage wird es anschließend durch Turbinen abgelassen. Dabei wird andernorts erzeugte Energie gespeichert, statt eine eigenständige Stromquelle zu schaffen.

Torrent erklärte, die Anlage in Karjat solle Maharashtra dabei helfen, den abendlichen Strombedarf zu decken, wenn die Solarstromerzeugung zurückgeht. Sie soll die Netzstabilität unterstützen und in diesen Stunden die Abhängigkeit von kohlebefeuerter Stromerzeugung verringern.

Die von dem Unternehmen prognostizierte Betriebsdauer und jährliche Stromlieferung sowie die geschätzten Einsparungen beim Kohleverbrauch und bei den Emissionen sind Schätzungen und keine Ergebnisse einer bereits betriebenen Anlage. Als Vergleichsmaßstab nennt das Unternehmen die kohlebasierte Stromerzeugung.

Maßnahmen zum Ausgleich von Waldbeeinträchtigungen und Umweltschätzungen

Torrent legte einen Plan zum Schutz der Tierwelt, Maßnahmen zur Behandlung des Einzugsgebiets, Aufforstung zum Ausgleich und ein langfristiges Habitatmanagement dar. Das Unternehmen plant, rund 60.000 Bäume im Grüngürtel, auf der Ablagerungsfläche für Aushubmaterial und in weiteren Projektbereichen zu pflanzen.

Außerdem erklärte das Unternehmen, dem Forstamt 253 Hektar Privatland für Aufforstungsmaßnahmen zum Ausgleich übergeben zu haben. Auf dem Grundstück stehen bereits rund 70.000 Bäume; weitere 30.000 sind geplant.

Torrent schätzt, dass der Ersatz kohlebasierter Stromerzeugung außerdem die Emissionen von Schwefeldioxid, Stickoxiden, Feinstaub und Quecksilber sowie den Kühlwasserverbrauch und die Flugascheproduktion verringern würde. Diese prognostizierten Vorteile sind von den lokalen Auswirkungen auf die Artenvielfalt und die Landnutzung zu unterscheiden, denen die Ausgleichsmaßnahmen des Unternehmens gelten.

Fazit

Das Pumpspeicherprojekt Karjat ist trotz der nach Angaben von Torrent erhaltenen Genehmigungen weiterhin geplant. In seiner Mitteilung nennt das Unternehmen weder einen Baubeginn noch einen Termin für die Inbetriebnahme. Der Zeitplan bleibt damit ebenso offen wie die Umsetzung der geplanten Naturschutzmaßnahmen.

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