Das Handelsvolumen von Privatanlegern ist seit dem Sommer um 20 % und seit Ende 2025 um 45 % gesunken, teilte Goldman Sachs in einer Einschätzung vom 25. Oktober 2026 mit. Der Rückgang deutet auf eine geringere aktive Beteiligung von Privatanlegern am US-Aktienmarkt hin, obwohl die Investmentnachfrage der Haushalte nach Angaben des Unternehmens weiterhin stark ist.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Der Anteil von Privatanlegern am US-Aktienhandel sank von 15 % Ende 2025 auf etwa 9 %.
  • Goldman unterschied zwischen der schwächeren Handelsaktivität und der anhaltend starken Investmentnachfrage der Haushalte.
  • Auch das Engagement von Hedgefonds ging zurück, während Goldmans Long-Short-Korb zuletzt um 4,2 % fiel.

Inhaltsverzeichnis

Das Handelsvolumen von Privatanlegern zeigt einen geringeren Anteil am Markt

Der Rückgang zeigt sich sowohl beim Handelsvolumen als auch beim Marktanteil. Privatanleger machen inzwischen etwa 9 % des gesamten US-Aktienhandels aus, verglichen mit 15 % Ende 2025 – ein Rückgang um sechs Prozentpunkte.

Diese Kennzahlen beantworten unterschiedliche Fragen. Die Volumenzahlen beschreiben den Rückgang der Handelsaktivität von Privatanlegern, während die Marktanteile zeigen, dass sie auch einen geringeren Anteil am gesamten Aktienhandelsumsatz ausmachen.

Goldman hob auch den Rückgang des Engagements von Hedgefonds hervor. Der Long-Short-Korb des Unternehmens fiel zuletzt um 4,2 %, wobei kein genauer Messzeitraum angegeben wurde. Die Wertentwicklung dieses Korbs ist eine separate Kennzahl und sagt nichts darüber aus, in welchem Umfang Hedgefonds ihr Engagement reduziert haben.

PositionEinzelheiten
Volumenvergleich mit dem Sommer 2026Die Handelsaktivität von Privatanlegern ist um 20 % gesunken.
Volumenvergleich mit Ende 2025Die Handelsaktivität von Privatanlegern ist um 45 % gesunken.
Datum der Einschätzung25. Oktober 2026.

Die Nachfrage der Haushalte ist nicht gleichbedeutend mit dem Handelsumsatz

In Goldmans Einschätzung ging die Verlangsamung des Handels mit einer weiterhin starken Investmentnachfrage der Haushalte einher. Diese Unterscheidung ist wichtig: Weniger Transaktionen belegen für sich genommen nicht, dass Haushalte Geld aus Aktien abziehen oder ihre Bestände reduzieren.

Die Instrumentenkategorien der Financial Accounts der US-Notenbank Federal Reserve unterscheiden zwischen Aktien von Unternehmen, Anteilen an Investmentfonds und Anteilen an Hedgefonds. Diese getrennten Kategorien liefern Kontext für die Erörterung von Anlagebeständen, doch der Klassifizierungsleitfaden bestätigt weder Goldmans aktuelle Schätzungen zum Handelsvolumen noch die Einschätzung des Unternehmens zur Nachfrage der Haushalte.

Die Zahlen stützen daher eine engere Schlussfolgerung als einen umfassenden Ausstieg der Haushalte aus Aktien: Privatanleger handeln weniger und machen einen geringeren Anteil am Handelsumsatz aus, während Goldman die Investmentnachfrage weiterhin als robust einschätzt.

Fazit

Die nächsten Daten zum Handelsvolumen und zur Nachfrage der Haushalte werden dabei helfen, eine anhaltende Verlangsamung des Handelsumsatzes von einer umfassenderen Veränderung der Anlagebereitschaft zu unterscheiden. Goldmans Einschätzung vom Oktober weist auf Ersteres hin, nicht auf einen bestätigten Rückzug der Haushalte aus Aktien.

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