Die Ergebnisse von Himadri für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 zeigten ein Umsatzwachstum von 58 % gegenüber dem Vorjahr, gestützt durch höhere Verkaufspreise und einen Mengenanstieg von 11 %. In der Ergebnisbesprechung vom 22. Oktober 2026 skizzierte das Spezialchemieunternehmen außerdem Pläne für die Inbetriebnahme neuer Materialanlagen und berichtete zugleich von Druck auf die Bruttomargen und das Working Capital.

Die wichtigsten Punkte

  • Höhere erzielte Preise und Mehrwertprodukte verstärkten den Umsatzeffekt des Mengenwachstums.
  • Das EBITDA je Tonne verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr, ging jedoch gegenüber dem Vorquartal zurück.
  • Das Management plant, sein Investitionsprogramm von rund 1.500 Crore Rs vollständig aus internen Mitteln zu finanzieren.

Inhaltsverzeichnis

Himadri-Ergebnisse spiegeln sowohl Preise als auch Mengenwachstum wider

Der konsolidierte Umsatz überstieg in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2027 3.000 Crore Rs; das EBITDA lag über 600 Crore Rs und der Nettogewinn nach Steuern bei 450 Crore Rs. Diese Halbjahreszahlen sind von dem für das zweite Quartal gemeldeten Umsatzanstieg von 58 % zu unterscheiden.

Der Vorsitzende und CEO Anurag Choudhary führte das Quartalswachstum auf höhere Mengen sowie gestiegene Werte der Fertigprodukte und Rohstoffe in den verschiedenen Segmenten zurück. Eine stärkere Ausrichtung auf Mehrwertprodukte stützte die Verkaufspreise. Der Umsatz stieg daher deutlich stärker als die verkaufte Produktmenge.

Das Unternehmen erörterte die Geschäftsentwicklung bei seiner Telefonkonferenz zu den Ergebnissen im Oktober. Die regulatorischen Offenlegungen von Himadri zu den Telefonkonferenzen bieten Zugang zu Aufzeichnungen und Transkripten der Quartalsbesprechungen.

PostenDetails
Anfängliche LFP-Kapazität2.000 Tonnen; Produktionsbeginn für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2027 angestrebt.
Größere LFP-Erweiterung40.000 Tonnen pro Jahr; Inbetriebnahme bis zum Ende des Geschäftsjahres 2028 geplant.
SpezialchemieprojektDie volle Kapazität von 5.300 Tonnen soll im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2027 in einer einzigen Phase erreicht werden.
KohlenstoffnanoröhrenProduktionsbeginn für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2027 angestrebt.

Margendruck trübt das stärkere Umsatzbild

Die Bruttomarge sank gegenüber dem Vorjahr um fast 500 Basispunkte. Das Management verwies auf Verzögerungen bei der Weitergabe gestiegener Rohstoffpreise und höhere Frachtkosten im Zusammenhang mit den gestiegenen Exporten.

Choudhary betonte das absolute EBITDA je Tonne statt prozentualer Margen. Diese Kennzahl lag bei etwa 21.000 Rs, gegenüber rund 17.900 Rs im Vorjahr, aber unter den circa 22.800 Rs des Vorquartals.

Diese Unterscheidung ist wichtig, da sich verändernde Inputpreise den Umsatz steigern und zugleich die prozentuale Marge verringern können, selbst wenn sich der Gewinn je Tonne verbessert. Das Management zeigte sich zuversichtlich, ein EBITDA von mehr als 20.000 Rs je Tonne aufrechterhalten zu können. Dabei handelt es sich jedoch um eine Prognose und nicht um ein bereits erzieltes zukünftiges Ergebnis.

Die interne Finanzierung hängt von der Cash-Conversion ab

Himadri investierte im Quartal rund 250 Crore Rs in Sachanlagen. Das Management erwartet für das Geschäftsjahr 2027 Ausgaben von 800–900 Crore Rs im Rahmen eines umfassenderen Investitionsprogramms von rund 1.500 Crore Rs, das ohne Fremdkapital finanziert werden soll.

Das Working Capital bleibt eine wichtige Einschränkung für diesen Plan. Das Nettoumlaufvermögen entsprach im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 37 % des Umsatzes, gegenüber 41 % im Vorquartal, aber über dem Vorjahreswert von 31,3 %. Die Forderungslaufzeit stieg gegenüber dem Vorquartal von 63 auf 65 Tage.

Choudhary erwartet, dass sich das Working Capital in den nächsten beiden Quartalen normalisiert und der operative Cashflow für das Gesamtjahr positiv ausfällt. Diese Erwartungen sind für die Strategie der internen Finanzierung relevant, belegen aber nicht, dass sich die Cash-Conversion bereits normalisiert hat.

Neue Materialprojekte nähern sich den geplanten Produktionsterminen

Der Ausbauplan umfasst Lithium-Eisenphosphat-Kathodenmaterial, Kohlenstoffnanoröhren und Spezialchemikalien. Die anfängliche LFP-Produktion soll Muster im Maßstab einer Produktionsanlage für globale Fahrzeughersteller und indische Kunden liefern, bevor die größere kommerzielle Erweiterung erfolgt.

Das Management strebt im ersten Jahr eine Auslastung von mehr als 50 % und im darauffolgenden Jahr von mehr als 90 % für die größere LFP-Anlage an. Dies sind Betriebsannahmen für die geplante Kapazität und keine aktuellen Auslastungsraten.

Auch die Entwicklung der Silizium-Kohlenstoff-Anodentechnologie ist im Gange, doch laut Management steht die Ankündigung der Investitionsausgaben noch aus. Dieses Projekt ist daher von Anlagen zu unterscheiden, für die konkrete Inbetriebnahmeziele genannt wurden.

Bergbaugenehmigung eröffnet eine weitere geplante Einnahmequelle

Das Management erklärte, die Umweltgenehmigung für den Sandabbau in Bengalen zur Versorgung der Bauindustrie erhalten zu haben. Im berichteten Quartal verzeichnete das Geschäft ein negatives EBITDA, während die Genehmigung noch ausstand.

Die Betriebsaufnahme wurde für das zum Zeitpunkt der Telefonkonferenz im Oktober laufende Quartal erwartet. Choudhary stellte einen jährlichen Umsatz aus dem Bergbau von etwa 500 Crore Rs in Aussicht. Dabei handelt es sich um einen künftig erwarteten Jahresbeitrag und nicht um bereits verbuchten Umsatz.

Fazit

Der nächste angekündigte Meilenstein für Himadri ist der Beginn der LFP-Produktion im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2027. Zusammen mit diesem Produktionsstart werden die Normalisierung des Working Capital und die Cashflow-Entwicklung zeigen, ob das Unternehmen seinem Plan für eine intern finanzierte Expansion näherkommt.

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